Kostbarkeiten in Museen, Burgen und Schlössern
| Rieskrater-Museum | Rieser Bauernmuseum | |
Eines der spannendsten Museen des Landkreises befindet sich in
Nördlingen. Dort wird anhand von "Indizien" ein spektakulärer
"Fall" aufgeklärt. Der Fall des Meteoriten nämlich, der vor
ca. 15 Millionen Jahren den Rieskrater schuf. Sein Aufprall und die damit
verbundene Druck- und Hitzewelle ließ im Umkreis von 100 Kilometern alles
Leben erlöschen. Die unvorstellbare Wucht des Meteoriteneinschlags
bewegte die nicht minder unvorstellbare Menge von 150 Kubikkilometern
Gestein. Das Museum ist einmalig auf unserem Globus, weshalb sich in
seinen Räumen Geologen aus allen Ländern der Erde begegnen. In etwa
einer Stunde können hier viele Millionen Jahre Erdgeschichte
abgeschritten werden. Übrigens - bevor die Astronauten von der Apollo 14-
und 17-Mission zum Mond starteten, betrieben sie hier
Gesteinsstudien. |
In Maihingen gibt es viel Sehens- und Hörenswertes. Mit letzterem ist die
vor wenigen Jahren restaurierte "Baumeister-Orgel" gemeint. Zu
den herausragendsten Augenfreuden gehört das Bauernmuseum. Die in vielen
Jahren zusammengetragenen Exponate sind sachkundig restauriert und mit
großer Kennerschaft zusammengestellt. Sie geben uns auf über 1.500 qm
Ausstellungsfläche in zwei Gebäuden einen überschaubaren großartigen
Einblick in den bäuerlichen und handwerklichen Alltag vergangener
Jahrhunderte. |
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| Wallerstein | Schloss Harburg | |
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde diese Residenz zu einer
stattlichen Dreiflügelanlage ausgebaut. Seit fast dreißig Jahren ist die
erlesene Porzellan- und Gläsersammlung der fürstlichen Familie
Oettingen-Wallerstein hier zu besichtigen. Es handelt sich dabei um
europäisches, figürliches Porzellan des 18. und 19. Jahrhunderts. Auch
wertvolle Stücke aus Ostasien des 17. und 18. Jahrhunderts sind zu sehen.
Sehr interessant die süddeutschen Fayencen, kostbare Glasarbeiten und
originales Mobiliar. Im Marstallmuseum, in der nach Wiener Vorbild
gebauten fürstlichen Reitschule, kann sich er Besucher Einblick in die
Reisewelt früherer Zeiten verschaffen. In den hier gezeigten Kutschen und
Reisewagen, Gala-Berlinen und Prunkschlitten wurden einst große
Entfernungen überbrückt. |
Die Anfänge des Schlosses reichen zurück bis ins 12. Jahrhundert; damals
war es noch eine trutzige Burg, die auch in der Folgezeit niemals
ernsthaft zerstört wurde. Sie zählt daher heute zu den seltenen noch gut
erhaltenen Burganlagen in Süddeutschland. Die Fürsten von
Oettingen-Wallerstein haben hier eine beachtliche Sammlung
zusammengetragen. Sie nimmt nicht weniger als acht repräsentativen Räume
ein. Dort werden weltliche und kirchliche Kunst gezeigt; neben den
Objekten der Kunstkammer vor allem mittelalterliche Elfenbeinarbeiten,
Bildteppiche, Tafelbilder, Holzskulpturen und schließlich noch eine
Sammlung von Geldstücken aus jener Zeit, als die von Oettingen noch das
Münzrecht hatten. |
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| Gebr.-Lachner-Museum | Käthe-Kruse-Museum | |
Für Freunde klassischer Musik sollte es ein muss sein, diese
Gedenkstätte zu besuchen. Sie wurde im Geburtshaus der drei in der
Musikwelt des 19. Jahrhunderts so erfolgreich gewesenen Söhne Rains,
Franz, Ignaz und Vinzenz, untergebracht. Ihr Andenken wird also an
würdiger Stelle bewahrt. Das künstlerische Gesamtwerk des brüderlichen
Terzetts ist hier übersichtlich dokumentiert. Es drohte nach ihrem
Ableben in Vergessenheit zu geraten. Doch in jüngster Zeit kommen ihre
Kompositionen in Konzertsälen und über die Kulturkanäle der
Rundfunkanstalten ebenso wieder zur Aufführung wie in den
Veranstaltungsprogrammen des Donau-Ries-Kreises. |
Im ehemaligen Kapuzinerkloster mitten in der Stadt kann das Lebenswerk der
Käthe Kruse besichtigt werden. Die Mönche sind längst ausgezogen,
eingezogen sind mehr als 150 Spielpuppen. Über fünfzig Soldatenfiguren
in schicken Uniformen lassen sich friedlich bewundern;
Puppenstubenbewohner, kostbare Sammlerpuppen wie auch prämierte
Schaufensterfiguren sind zu Szenen zusammen- und in künstlerisch
gestaltetem Ambiente ausgestellt. Der Name Käthe Kruse wurde zu einem
weltbekannten Markenzeichen. Noch heute werden ihre Puppen in Donauwörth
hergestellt und nehmen von hier den Weg in die Kinderzimmer vieler
Länder. |
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